Vorbereitung

Damit es bewältigbar ist, ein Entzug von Opioiden / Opiaten in 5 Tagen zu überwinden, braucht es vor allem etwas Disziplin im Umgang mit der letzten Dosis und eine gute Vorbereitung. Dazu kann man zunächst den Konsum von Opiaten nach den folgenden Kriterien überprüfen:

  • Konsumformen, bei denen die Wirkung schnell einsetzt, (spritzen, rauchen) können auf eine langsamer wirkende umgestellt werden (schnupfen/schlucken)
  • Länger wirksame Opiate sind kurzlebigen Präparaten vorzuziehen.
  • Der Opiatspiegel sollte möglichst konstant bleiben. So sind z.B. zwei kleinere Tagesdosen einer einzigen Grösseren vorzuziehen. Alles, was das Gehirn als Sensation empfindet und mit dem Konsum in Verbindung bringt, erzeugt eine starke Erinnerung und damit weiteres Verlangen.

Ein wichtiger erster Schritt ist also die Umstellung des Konsums auf eine möglichst weniger süchtig machende Konsumform. Ebenso hilfreich kann es sein, auf eine Substanz umzustellen, die weniger Suchtpotenzial aufweist («weniger Kick») wie z.B. Methadon, L-Polamidon® oder Buprenorphin (z.B. Subutex®). Die individuell richtige Vorgehensweise besprechen wir mit Ihnen in einem Vorgespräch.

Vorteile der Therapie in der ESCAPE Klinik

Effizienz

Schneller und sanfter Entzug von Opioiden in 5 Tagen

Qualität

Signifikante Reduktion von Entzugssymptomen durch Stimulation körpereigener Opioide und unterstützender Medikation

Individualität

Individuelle Betreuung durch engagiertes und erfahrenes Personal

Wie kann man sich einen konkreten Entzugsablauf (z.B. Heroin-Entzug) vorstellen?

Tag 1 · Montag

  • Anreise per Auto / Bahn / Flugzeug
  • Ankunft / Willkommen / Begrüssung / Eintrittsgespräch
  • Zimmerbezug / Kennenlernen der Räumlichkeiten und Abläufe/ Eingewöhnung
  • Ärztliche Eintrittsuntersuchung

Bei auftretenden Entzugssymptomen wird ein Neuro Jet® IX angeschlossen. Damit werden die anfänglich auftretenden Symptome innerhalb von 30 Minuten abgeschwächt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass diese Entspannung in eine Schlafphase mündet. Der gesamte Entzugsverlauf wird, in jeder Phase, mit einer individuell abgestimmten Medikation und persönlicher Betreuung unterstützt.

Tag 2 · Dienstag

Dieser Tag ist geprägt vom Entzugsgeschehen. Dabei sind vor allem auch Müdigkeit und Kraftlosigkeit spürbar. Viel Schlaf und ein grosses Bedürfnis nach Ruhe stehen im Vordergrund. Selten möchte man Besuch empfangen oder sich auf längere Gespräche einlassen.

Tag 3 · Mittwoch

Häufig «Tag der Landung». Die Wirkung des Betäubungsmittels ist weitgehend vorbei. Neben der Müdigkeit sind vor allem die Emotionen wieder spürbar. An diesem Tag ist die psychische Unterstützung besonders wichtig. Häufig dringen z.B. ungelöste Konflikte, verdrängte Gefühle und verpasste Chancen ins Bewusstsein. Zusammen mit den körperlich noch spürbaren Symptomen lösen diese emotionalen Zustände das Bedürfnis nach einer erneuten Dosis aus. Zusätzlich zum Neuro Jet® IX und der medikamentösen Unterstützung erleichtern Bewegung, Ablenkung und Gespräche diese Phase. In der Regel ergibt sich bis am Mittwochabend eine deutliche Verbesserung des Allgemeinzustandes.

Langsam kommt die Kraft zurück. Positive Veränderungen werden erlebt und wahrgenommen. Farben, Gerüche und Gefühle sind intensiver.

Als Illustration: Wenn nach einem längeren Aufenthalt in einem Raum mit gedämpftem Licht, bei dem die Grautöne überwiegen, plötzlich Tageslicht auf die Welt fällt, ist alles etwas zu hell und intensiv. Es braucht eine Gewöhnungszeit, in der eine gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber allen Reizen besteht. Deshalb ist es da besonders wichtig, den eigenen Rhythmus zu finden, um sich langsam an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen.

Tag 4 · Donnerstag

Nach der ersten Bekanntschaft mit der «neuen Realität» kommt die Kraft weiter zurück. Zuversicht und Ängste vor der Zukunft wechseln sich ab. Ruhephasen und körperliche Aktivität im Wechsel begünstigen die weitere Erholung. Erste Zeichen von Lebensfreude (z.B. lautes Musikhören) manifestieren sich, aber auch grüblerische Phasen, vor allem mit Bilanzgedanken (wie viele schöne Autos habe ich «verschenkt», wo sind all die verpassten Jahre geblieben…)

Ein Besuch in einem (externen) Thermalbad vermittelt vor allem zwei wichtige Erfahrungen. Zum einen ist es beruhigend zu erfahren, dass, selbst bei einem Ausflug ohne  Neuro Jet® IX, die gefürchteten Entzugssymptome im Rahmen bleiben. Zum anderen ist es, oft nach vielen Jahren, eine erste soziale Situation die ohne den Einfluss eines Betäubungsmittels erlebt wird.

Tag 5 · Freitag

Einige sehen unter der Woche dem letzten Tag eher besorgt entgegen, sind dann aber am Freitag in einer spürbar besseren Verfassung als befürchtet. Es geht in den Urlaub, zur Erholung, zu den Partnern, Kindern oder auch Haustieren. Wer nach Jahren der Abhängigkeit von der täglichen Zufuhr von Opiaten wieder einmal eine Flugreise in ein fernes Land unternehmen kann, realisiert plötzlich, wie ihm geschehen ist und weiss seine zurückgewonnene Freiheit zu schätzen. Auch die Kontakte zu den Bezugspersonen verändern sich, Emotionen spielen wieder eine bedeutende Rolle.

Entzug von Opioiden / Opiaten

Erfahrungsberichte

Patienten über die Therapie und ihre Erfahrungen.

Drogenentzug-Angebote

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Kosten für Entzug

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Opiatentzug-Angebote

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Nachsorge

Was sind die Herausforderungen nach einem Entzug?

Fragen und Antworten zum ESCAPE Opiatentzug

Was spricht für einen Entzug in unserer Klinik?

Für wen kommt ein stationärer Entzug in Frage?

Welche Substanzen können in unserer Klinik entzogen werden?

Wie fühlt sich ein Opiatentzug an?

Wie lange dauert ein Opiatentzug in unserer Klinik?

Wie geht es nach dem Entzug in unserer Klinik weiter?

Wie lange dauert die Erholungszeit nach einem ESCAPE-Entzug?

Die ESCAPE-Methode erlaubt es, den Opiatentzug erheblich zu verkürzen. Die anschliessende Erholungszeit, d.h. die Zeit bis zur Wiederherstellung der vollen Leistungsfähigkeit ist abhängig vor allem von der bestehenden körperlichen Fitness, dem Lebensalter und der psychischen Gesundheit und kann ein paar Tage oder 1 – 2 Wochen aktiver Lebensgestaltung umfassen.

Was sind die häufigsten Schwierigkeiten bei einem ESCAPE-Entzug?

Was kostet der stationäre Aufenthalt von 5 Tagen?

Werden die Kosten von für Patienten aus der Schweiz von der Krankenkasse übernommen?